Über uns

Umweltschutzgruppe Villingendorf

Im Frühjahr 1984 trafen sich ca. 30 Personen aus Villingendorf um zu beratschlagen, was gegen die damals geplante Auffüllung des Geländes westlich des Schützenhauses zu unternehmen sei. Es handelte sich um ein Kleinbiotop mit Trockenrasen und Baum- und Gebüschgruppen, welches durchaus erhaltenswert schien. Zahlreiche Mitbürger und Mitbürgerinnen unterstützten uns damals mit ihrer Unterschrift und halfen damit, ein ökologisches Kleinod zu bewahren.

"Wir sind eine unabhängige, überparteiliche Gruppe, die aktiven Umweltschutz als unbedingt notwendig ansehen. Unser Aufgabenbereich liegt in der Pflege und dem Schutz der Landschaft in und um unsere Heimatgemeinde. Wir möchten darauf hinweisen, dass wir auf das gemeinsame Ziel einer schönen, sauberen und natürlichen Umwelt und damit auch auf eine Steigerung des Erholungswertes Villingendorfs hinarbeiten wollen." So hieß es in unserem ersten Schreiben im Mitteilungsblatt der Gemeinde am 18.02.1984 und diese Worte haben bis heute ihre Gültigkeit bewahrt.

Initiiert wurde die Gruppe von Josef Burry, dem die Gründung der Umweltschutzgruppe Villingendorf somit zu verdanken ist. Alle Mitglieder der Gruppe waren sich darin einig, keinen neuen Verein gründen zu wollen sondern vielmehr als Gruppe allen interessierten Mitbürgern der Gemeinde jeden Alters und Geschlechts ungeachtet deren politischer Richtung offen zu sein. Bei der Gründungsversammlung im Jahr 1984 anwesend und aktive Mitglieder der ersten Stunde waren: Albrecht Betting, Hermann Burger, Josef Burry, Viktor Burry, Bernd Chargé, Jutta Kleine-Chargé, Armin Ebel, Bernhard Eith, Martin Eith, Holger Flaig, Martina Fruh, Markus Hasenkopf, Stefanie Hermann, Dieter Hörr, Ulrich Just, Hermann Kammerer, Rudi Knorr, Adelheid Knorr, Bernhard Mattes, Michaela Mattes, Herbert Mattes, Martin Ober, André Schmidt, Klaus Timpe, Maria Timpe und Anton Vettermann.

Die ersten Jahre waren geprägt von zahlreichen Pflanzaktionen. Viele Hundert Bäume und Sträucher wurden entlang von Feldwegen, Bachläufen und in der freien Landschaft gepflanzt. Heimischem Niederwild, Vögeln, Reptilien und Insekten wurde so neuer Lebensraum geschaffen. Ebenso wurde damals eine "Feld- und Landschaftsputzete" initiiert, welche seitdem in jedem Jahr von der Gemeinde unter Leitung der UGV stattfindet und an der viele örtliche Vereine und zwei Klassen der Schule teilnehmen.

Großer Anklang fanden eine "Baumschenkaktion", bei der Dutzende verschiedener Laubbäume an Mitbürger verschenkt wurden und eine Nistkastenaktion, bei der 160 Nistkästen an interessierte Bürger und Vereine verteilt wurden. Für diese Aktion erhielt die UGV 1995 einen "Preis für eine nachahmenswerte Umweltidee", der vom Schwarzwälder Boten, den Stadtwerken Rottweil und der Gasversorgung Süddeutschland gestiftet wurde. Erstmals im Dezember 1990 wurde von der UGV eine Kunststoff-Sammlung eingerichtet: jeden zweiten Freitag im Monat konnte Hart- und Weichplastik sowie Styropor getrennt im Bauhof der Gemeinde abgegeben werden, von wo das Sammelgut in getrennten Containern der weiteren Verarbeitung zugeführt wurde. Bis zur Einführung der Plastik-Sammlung durch die öffentl. Müllabfuhr blieb diese Aktion der UGV eine konstante Einrichtung in der Gemeinde. 

Die UGV wirkte mit beim Kinderferienprogramm, bei Dorffesten wurde eine Kinderbetreuung eingerichtet und durchgeführt, Vorträge von Umweltexperten angeboten. In Zusammenarbeit mit der Grund- und Hauptschule wurde eine Bachpatenschaft initiiert und gemeinsam der Dorfbach bepflanzt.

Auch überörtliche Projekte und Einrichtungen werden von der UGV unterstützt. So wurden von uns strahlengeschädigte Kinder aus der Region Tschernobyl betreut, welche regelmäßig von der "Bürgerinitiative für eine Welt ohne atomare Bedrohung" eingeladen werden. Ebenso unterstützt werden Projekte anderer Umweltschutzorganisationen z.B. Projekte gegen Müllvermeidung/Müllverbrennung, Solarenergie-Projekte u.a. Nach dem verheerenden Tsunami-Unglück in Südostasien im Dezember 2004 wurde ein örtliches Umweltschutzprojekt in der Gemeinde Kosgoda im Südwesten von Sri Lanka von der UGV großzügig finanziell unterstützt.

Gegenwärtig liegt der Schwerpunkt unserer Arbeit bei der Pflege von Biotopen auf der Gemarkung, welche in enger Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung durchgefürt wird. 

Vieles wurde seit 1984 durch unsere Arbeit erreicht, vieles gibt es noch zu tun zum Erhalt einer schönen, sauberen und natürlichen Umwelt in und um unserer Heimatgemeinde.